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Ratgeber · Badsanierung

Badsanierung in der Leopoldstadt (1020 Wien): Altbau, Gemeindebau, Neubau

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Die Leopoldstadt vereint drei Wohnwelten: die Altbauten rund um den Karmelitermarkt, die Gemeindebauten zwischen Vorgartenstraße und Handelskai und die Neubauten im Nordbahnviertel. Jede stellt bei einer Badsanierung andere Fragen. Wer darf was umbauen, wie kommen Strom und Wärme ins neue Bad, und wie lange lebt man mit der Baustelle? Dieser Beitrag gibt Antworten für den 2. Bezirk.

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Mietwohnung, Gemeindebau oder Eigentum: Wer im 2. Bezirk was umbauen darf

Bevor im Karmeliterviertel der erste Fliesenkleber angerührt wird, ist die Frage der Zustimmung zu klären. In einer Mietwohnung gehört das Bad dem Vermieter, auch wenn Sie es täglich nutzen. Wesentliche Veränderungen wie eine neue Dusche statt der Wanne, versetzte Anschlüsse oder ein Eingriff in den Steigstrang brauchen in der Regel eine schriftliche Zustimmung. Das Mietrechtsgesetz sieht dafür ein Verfahren vor, bei dem der Vermieter Verbesserungen unter bestimmten Voraussetzungen nicht grundlos ablehnen darf, eine Anzeige ist aber immer nötig. Im Gemeindebau läuft die Anfrage über Wiener Wohnen, das eigene Vorgaben für Sanierungen durch Mieterinnen und Mieter hat, etwa zur Abdichtung und zur Beauftragung konzessionierter Betriebe.

Im Eigentum, etwa in den Wohnungen des Nordbahnviertels, entscheiden Sie innerhalb Ihrer vier Wände selbst. Sobald aber allgemeine Teile betroffen sind, also Steigleitungen, Decken oder die Fassade beim Setzen eines Lüftungsauslasses, ist die Eigentümergemeinschaft zu informieren und meist zu befragen. Wir bereiten für alle drei Fälle die technischen Unterlagen vor: einen Plan mit den neuen Anschlusspunkten, eine Beschreibung der Abdichtung und die Bestätigung, dass die Arbeiten durch einen befugten Installateur ausgeführt werden. Mit diesen Unterlagen bekommt eine Anfrage bei Hausverwaltung oder Vermieter deutlich schneller eine Antwort als mit einer mündlichen Beschreibung.

Strom, Wärme und Licht: Elektroplanung fürs neue Bad

Ein neues Bad braucht mehr Elektrik, als man auf den ersten Blick vermutet. Steckdosen beim Waschtisch für Rasierer und Föhn, ein Anschluss für den Spiegelschrank mit Licht, gegebenenfalls Strom für Waschmaschine und Trockner, dazu die Zuleitung für den Ventilator. In den Altbauten der Leopoldstadt liegen alte Leitungen oft noch im Putz ohne Schutzrohr, mit zu geringem Querschnitt und ohne Fehlerstromschutz. Bei einer Sanierung ist das der richtige Moment, den Badkreis neu zu verlegen und mit einem FI-Schalter abzusichern, wie es die Normen für Feuchträume verlangen.

Zur Wärme gibt es zwei Wege, die sich auch kombinieren lassen. Ein Handtuchheizkörper hängt am Heizungskreis oder arbeitet elektrisch und ist in Bädern, die nur morgens und abends genutzt werden, schnell und praktisch. Eine elektrische Fußbodenheizung unter den Fliesen bringt bei geringer Aufbauhöhe warme Füße und trocknet den Boden nach dem Duschen. In den Gemeindebauten mit Fernwärme ist sie eine gute Ergänzung, weil sie unabhängig vom Heizkreis läuft. Bei der Beleuchtung empfehlen wir getrennte Kreise für Deckenlicht und Spiegelbeleuchtung sowie Leuchten mit passender Schutzart im Duschbereich. Alle Elektroarbeiten übernimmt ein befugter Elektriker aus unserem Netzwerk, abgestimmt auf den Installationsplan, damit keine Leitung dort endet, wo später eine Fliese liegt.

Baustelle in der bewohnten Wohnung: Ablauf und realistische Dauer

Die meisten Badsanierungen im 2. Bezirk finden statt, während die Wohnung bewohnt bleibt. Der Ablauf ist darum so geplant, dass jeder Tag ein Ziel hat. Tag eins gehört dem Abbruch: Fliesen, alte Objekte und Wandaufbauten kommen heraus, der Bauschutt wird in Säcken über das Stiegenhaus zum Container gebracht. In Häusern ohne Lift, wie in vielen Zinshäusern der Taborstraße, ist das ein spürbarer Teil der Arbeit. Es folgen die Rohinstallation von Wasser und Abfluss, die Elektrik, dann der Vorwandaufbau und der Estrich. Nach der Trocknung kommen Abdichtung, Fliesen und die Endmontage von WC, Waschtisch, Dusche und Armaturen.

Ein normal großes Bad dauert im Regelfall zwei bis drei Wochen, je nach Trocknungszeiten und Umfang der Leitungsarbeiten. Während dieser Zeit stellen wir ein provisorisches WC auf, wenn es das einzige in der Wohnung ist, und klären mit Ihnen, wie das Duschen überbrückt wird. Staubschutz ist im bewohnten Umfeld Pflicht: Folientüren, abgedeckte Böden im Vorzimmer und tägliche Reinigung der Wege gehören dazu. Lärmintensive Arbeiten wie Stemmen legen wir in die von der Hausordnung erlaubten Zeiten und kündigen sie den Nachbarn an. Details zum Ablauf im 2. Bezirk stehen auf unserer Seite zur Badsanierung in der Leopoldstadt.

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