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Ratgeber · Badsanierung

Badsanierung auf der Landstraße (1030 Wien): Sparsam, trocken und in der richtigen Reihenfolge

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Vom Rochusmarkt bis nach Erdberg, vom Fasanviertel bis zu den Passivhäusern am Eurogate: Der 3. Bezirk hat für jede Wohnform ein Beispiel. Entsprechend unterschiedlich fallen die Bäder aus, die wir hier sanieren. Drei Themen tauchen dabei immer wieder auf: Wie spart ein neues Bad Wasser und Energie, welche Materialien halten Feuchtigkeit stand, und welche Fehler kosten am Ende Zeit und Geld.

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Wasser und Energie sparen: Armaturen, Spülung und Warmwasser im 3. Bezirk

Ein neues Bad ist die beste Gelegenheit, den Verbrauch zu senken, ohne auf Komfort zu verzichten. Den größten Hebel haben Armaturen mit Durchflussbegrenzung: Ein Duschkopf, der Luft beimischt, kommt mit deutlich weniger Litern pro Minute aus und fühlt sich trotzdem voll an. Thermostatarmaturen halten die Temperatur konstant, sodass beim Einstellen kein warmes Wasser ungenutzt in den Abfluss läuft. Beim WC ist die Zwei-Mengen-Spülung längst Standard, bei der Sanierung lohnt ein Blick auf Modelle mit geringem Spülvolumen, die dank spülrandloser Keramik trotzdem sauber bleiben.

Beim Warmwasser entscheidet die Leitungsführung mit: In den Gründerzeithäusern rund um die Landstraßer Hauptstraße steht die Therme oft weit vom Bad entfernt, und bis warmes Wasser ankommt, fließen etliche Liter kalt ab. Kürzere Wege, gedämmte Leitungen oder eine kleine Zirkulation mit Zeitsteuerung beheben das. In den Passivhaus-Wohnungen am Eurogate wiederum ist die Lüftungsanlage Teil des Konzepts, hier darf ein neues Bad die Luftführung nicht durch nachträgliche Ventilatoren stören. Wer die Wahl hat, kombiniert sparsame Armaturen mit einer Waschtischarmatur mit Kaltstart, bei der in Mittelstellung nur kaltes Wasser kommt und die Therme nicht bei jedem Händewaschen anspringt. Diese Details kosten in der Anschaffung wenig, machen sich aber über Jahre bei Wasser- und Energiekosten bemerkbar.

Feuchtigkeit im Griff: Materialwahl für Bäder in Alt- und Neubau

Ob Fasanviertel oder St. Marx, die Physik im Bad ist dieselbe: Wasser sucht sich den Weg in jede Fuge. Deshalb beginnt die Materialfrage nicht bei der Fliese, sondern darunter. Eine Verbundabdichtung aus flüssiger Dichtfolie mit Dichtbändern in den Ecken und Manschetten an den Rohrdurchführungen ist in der Dusche und rund um die Wanne unverzichtbar. Darauf kommen Fliesen oder Platten, wobei große Formate weniger Fugen bedeuten und damit weniger Angriffsfläche. Für die Fugen selbst empfehlen wir im Nassbereich Epoxidharz, das kein Wasser aufnimmt und sich leichter reinigen lässt als Zementfuge. Silikonfugen an Wand-Boden-Anschlüssen sind Wartungsfugen: Sie werden nach einigen Jahren erneuert, das ist normal und kein Mangel.

Wer keine Fliesen möchte, kann auf fugenlose Spachtelböden oder großformatige Wandpaneele ausweichen, die auf trockenem Untergrund sehr gut funktionieren. Bei Altbauwänden ist die Trocknung der entscheidende Schritt: Alter Putz auf Ziegel gibt Feuchte langsam ab, und eine Messung vor dem Fliesen verhindert Ablösungen. Für die Lüftung gilt in innenliegenden Bädern ein Ventilator mit Feuchtesensor als Mindeststandard. In Neubauten mit kontrollierter Wohnraumlüftung wird das Bad als Abluftraum eingebunden, eine zweite Lösung braucht es dort nicht. Holz im Bad ist möglich, wenn es geölt und vom Spritzwasser entfernt eingesetzt wird.

Fehler, die eine Badsanierung teuer machen: Reihenfolge und Provisorium

Die häufigsten Probleme, die wir bei Badsanierungen auf der Landstraße sehen, entstehen nicht beim Handwerk, sondern in der Reihenfolge. Fehler eins: Fliesen aussuchen, bevor der Grundriss steht. Wer erst nach dem Kauf feststellt, dass der Duschbereich anders geschnitten wird, hat Material übrig und Verschnitt bezahlt. Fehler zwei: Die Waschmaschine vergessen. In vielen Wohnungen im 3. Bezirk steht sie im Bad, braucht Zulauf, Ablauf mit Geruchsverschluss und eine Steckdose mit eigenem Kreis. Wird das erst nach dem Fliesen bedacht, ist ein Anschluss nur noch sichtbar zu legen. Fehler drei: Zu früh fliesen. Estrich und Putz brauchen ihre Trocknungszeit, und ein Terminplan, der diese Tage nicht enthält, hält nicht.

Fehler vier: Kein Provisorium einplanen. Ist das sanierte Bad das einzige in der Wohnung, muss vor dem Abbruch feststehen, wo Sie duschen und ob ein Not-WC gestellt wird. Fehler fünf: Die Hausverwaltung erst informieren, wenn die Wasserabschaltung am nächsten Tag ansteht; die Nachbarn im Stiegenhaus brauchen einen Aushang mit Vorlauf. Die richtige Reihenfolge lautet deshalb: Bestandsaufnahme, Grundriss und Anschlussplan, Materialauswahl, Angebot, Zustimmungen, Terminplan mit Trocknungszeiten, dann Abbruch. Auf unserer Seite zur Badsanierung im 3. Bezirk haben wir diesen Ablauf als Checkliste zusammengefasst.

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