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Ratgeber · Installateur

Installateur in der Inneren Stadt (1010 Wien): Selbst machen, umsteigen, umbauen

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Ein Installateur in der Inneren Stadt hat es selten mit Standardfällen zu tun. Zwischen Ringstraße und Donaukanal stehen Palais, Zinshäuser und Bürohäuser, deren Haustechnik über Jahrzehnte gewachsen ist. Dieser Beitrag erklärt, was Sie im 1. Bezirk selbst erledigen können und wo die Grenze liegt, wie der Umstieg von Gas auf Fernwärme oder Wärmepumpe gelingt und was bei Umbauten mit neuen Anschlüssen zu bedenken ist.

Gas · Wasser · Heizung · Sanitär

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Selbst reparieren oder anrufen? Die Grenze der Eigenhilfe im Altbau

Ein tropfender Wasserhahn, ein Spülkasten, der nachläuft, ein Siphon, der stinkt: Solche Kleinigkeiten lassen sich mit etwas Geschick selbst beheben, auch in einer Wohnung am Graben. Dichtungen, Perlatoren und Spülkasten-Innenleben gibt es im Fachhandel, und wer das Eckventil vor der Arbeit schließt, kann wenig anrichten. Die Grenze der Eigenhilfe verläuft dort, wo Wasser unter Druck steht oder Gas im Spiel ist. Im 1. Bezirk kommt eine Besonderheit dazu: Viele Häuser haben Leitungen aus mehreren Epochen, mit Übergängen von Blei auf Stahl auf Kupfer, und wer an so einer Stelle eine Verschraubung löst, kann eine Verbindung zerstören, die seit Jahrzehnten nur durch Ablagerungen dicht war.

Alte Absperrhähne lassen sich oft nicht mehr vollständig schließen, und dann wird aus dem Dichtungstausch ein Wasserschaden in der Stuckdecke darunter. Unsere Empfehlung: Alles, was hinter dem Eckventil liegt, also Armaturen, Siphon, Duschschlauch, dürfen Sie gern selbst versuchen. Alles davor, also Leitungen, Steigstrang, Absperrungen, Therme und Gasanschluss, gehört in die Hand eines konzessionierten Installateurs. Ein Tipp für Wohnungen in Palais und Bürgerhäusern: Fotografieren Sie einmal alle Absperrventile und deren Lage. Im Ernstfall zählt, ob Sie das Wasser innerhalb von Sekunden abdrehen können, und in verwinkelten Altbauwohnungen ist der Haupthahn oft im Vorzimmer hinter einer Verkleidung versteckt.

Weg vom Gas: Fernwärme und Wärmepumpe im 1. Bezirk

Wien will bis 2040 aus der Gasheizung aussteigen, und im 1. Bezirk ist die Alternative in vielen Straßen bereits vorhanden: Fernwärme. Wer in einem Haus wohnt, das an das Netz angeschlossen ist oder werden kann, tauscht die Gastherme gegen eine Wohnungsübergabestation, die Heizung und Warmwasser aus dem Netz versorgt. Der Umbau betrifft die Leitungen in der Wohnung, die Heizkörper bleiben meist bestehen. Ist kein Anschluss möglich, wird eine Wärmepumpe geprüft. In der dicht bebauten Innenstadt sind Außengeräte an der Fassade oft ausgeschlossen, hier kommen Lösungen im Hof, am Dach oder zentrale Anlagen für das ganze Haus in Frage, die dann über die Eigentümergemeinschaft laufen.

Wichtig ist die Reihenfolge: Erst den Wärmebedarf senken, etwa durch dichte Fenster, dann das System wählen, denn eine Wärmepumpe arbeitet mit niedrigen Vorlauftemperaturen und braucht ausreichend große Heizflächen. Für den Ausstieg aus Gas gibt es Förderungen von Bund und Stadt, deren Höhe und Bedingungen sich regelmäßig ändern; wir prüfen bei der Beratung den aktuellen Stand und welche Unterlagen die Förderstelle braucht. Denkmalschutz ist im 1. Bezirk ein weiterer Faktor, weil Eingriffe an Fassade und Dach genehmigt werden müssen. Realistisch ist ein Umstieg deshalb ein Projekt für das ganze Haus, das mit der Hausverwaltung geplant wird, und nicht nur für eine Wohnung.

Küche versetzen, Bad teilen, Anschlüsse verlegen: Umbauten im Altbau

Wohnungen in der Inneren Stadt werden häufig umgebaut: Zwei Einheiten werden zusammengelegt, eine Küche wandert vom Gang ins Wohnzimmer, aus einem großen Bad werden Bad und Gäste-WC. Jede dieser Änderungen braucht neue Anschlüsse für Wasser, Abfluss und oft auch Gas. Der Abfluss ist dabei der planerische Engpass, weil er Gefälle braucht: Eine Küche, die zehn Meter vom Steigstrang entfernt liegt, verlangt einen Fußbodenaufbau, der das Gefälle aufnimmt, oder eine kleine Hebeanlage. Bei Tramdecken ist die Führung im Bodenaufbau meist möglich, aber der Bodenbelag muss dafür offen sein.

Beim Wasser ist die Frage, ob die Wohnungszuleitung die zusätzlichen Zapfstellen versorgt; alte Rohre mit kleinem Querschnitt bremsen, hier tauschen wir gleich bis zum Steigstrang. Gas darf nur ein konzessionierter Betrieb verlegen, mit Dichtheitsprüfung und Meldung; wer die Küche ohne Gasherd plant, spart sich diesen Schritt. Für den Ablauf gilt: Zuerst der Plan mit allen Anschlusspunkten, dann Abstimmung mit Elektriker und Tischler, dann Rohinstallation, erst danach Estrich und Böden. In Häusern unter Denkmalschutz sind Schlitze in tragenden Wänden und Eingriffe in historische Böden mit dem Bundesdenkmalamt abzustimmen. Auf der Seite zum Installateur im 1. Bezirk finden Sie eine Übersicht unserer Leistungen für Umbauten.

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