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Ratgeber · Thermenservice

Thermenwartung auf der Wieden (1040 Wien): Wer zahlt, was kommt danach, wie läuft der Tausch

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Auf der Wieden wird viel gemietet, in Bürgerhäusern rund um die Favoritenstraße ebenso wie in jüngeren Wohnanlagen beim Hauptbahnhof. Bei der Gastherme führt das zu drei Fragen, die uns aus dem 4. Bezirk regelmäßig erreichen: Wer zahlt Wartung und Reparatur, was kommt nach der Therme, und wie läuft ein Tausch organisatorisch ab?

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Wartung Mieter, Erhaltung Vermieter: Die Therme in der Mietwohnung

Seit der Mietrechtsnovelle 2015 ist die Lage klarer als früher: In Wohnungen, die dem Mietrechtsgesetz voll oder teilweise unterliegen, ist der Vermieter für die Erhaltung der mitvermieteten Therme zuständig. Das bedeutet: Geht das Gerät kaputt und ist eine Reparatur nötig oder ein Tausch, trägt grundsätzlich der Vermieter die Kosten. Der Mieter ist im Gegenzug für die Wartung verantwortlich, also die jährliche Überprüfung und Reinigung, die im Mietvertrag oft ausdrücklich vorgeschrieben ist. Wichtig ist die Grenze zwischen beiden: Ein Ersatzteil, das bei der Wartung als verschlissen erkannt wird, gehört in der Regel zur Erhaltung und damit zum Vermieter. Deshalb dokumentieren wir bei jeder Wartung auf der Wieden genau, was Wartung war und was darüber hinausging, und stellen auf Wunsch getrennte Rechnungen aus.

Bei Ausfall gilt: Mieter melden den Defekt schriftlich an Vermieter oder Hausverwaltung und geben eine Frist; kommt keine Reaktion und ist es kalt, dürfen sie unter Umständen selbst beauftragen und die Kosten verlangen. Bei Wohnungen im Vollanwendungsbereich, das betrifft die meisten Altbauten im 4. Bezirk, kann ein Mieter die Erhaltung auch über die Schlichtungsstelle durchsetzen. Für Vermieter wiederum lohnt sich der Nachweis regelmäßiger Wartung, weil er zeigt, dass das Gerät sachgemäß betrieben wurde. Wir beraten in diesen Fragen aus technischer Sicht; rechtliche Auskünfte geben Mietervereinigung, Arbeiterkammer oder ein Anwalt.

Nach der Therme: Fernwärme, Wärmepumpe und Förderungen im 4. Bezirk

Wer heute auf der Wieden eine Therme tauschen muss, sollte zuerst fragen, ob es überhaupt wieder eine Gastherme sein soll. Wien plant den Ausstieg aus Gas bis 2040, und für Mehrparteienhäuser im 4. Bezirk ist die Fernwärme in vielen Straßenzügen vorhanden. Ein Anschluss ist eine Entscheidung des Hauses: Die Übergabestation im Keller versorgt alle Wohnungen, die Eigentümer oder der Vermieter müssen zustimmen und investieren. In der Wohnung wird die Therme durch eine kompakte Wohnungsstation ersetzt, Heizkörper und Leitungen bleiben. Ist Fernwärme nicht verfügbar, kommen Wärmepumpen in Betracht, entweder zentral für das Haus oder dezentral je Wohnung, wobei die dezentrale Variante Platz und einen Außenluftanschluss braucht und in Bürgerhäusern mit Denkmalschutz selten möglich ist.

Für alle Varianten gibt es Förderungen von Bund und Stadt, die nach Gerät, Gebäude und Antragsteller unterscheiden und sich regelmäßig ändern. Wir prüfen vor jedem Angebot den aktuellen Stand und helfen bei den Unterlagen. Realistisch ist aber auch: Wenn die Therme im Jänner ausfällt und das Haus noch keine Entscheidung getroffen hat, wird oft eine neue Brennwerttherme eingebaut, die mit ihrer Effizienz die nächsten Jahre überbrückt. Beides ist legitim, und wir sagen Ihnen offen, welche Lösung zu Ihrer Wohnung und zu Ihrem Haus passt.

Der Thermentausch von der Anfrage bis zur Einweisung

Ein Thermentausch auf der Wieden beginnt mit einem Anruf oder einer Anfrage über unser Formular. Am Telefon fragen wir nach Marke, Alter, Aufstellort, Abgasführung und Anzahl der Zapfstellen; ein Foto der alten Therme mit Typenschild beschleunigt alles. Es folgt ein Besichtigungstermin, bei dem wir Abgasweg, Gasleitung, Kondensatablauf und Elektrik prüfen und mit dem Rauchfangkehrer abstimmen, ob der Fang für Brennwert geeignet ist. Danach erhalten Sie ein schriftliches Angebot mit Gerät, Zubehör, Arbeit und Nebenleistungen wie der Anzeige beim Netzbetreiber. Nach Ihrer Zusage bestellen wir das Gerät; die Lieferzeit liegt je nach Modell bei wenigen Tagen bis zwei Wochen.

Der Einbau selbst dauert in einer Wohnung üblicherweise einen Tag: Altgerät abbauen, Abgasleitung setzen, Anschlüsse anpassen, neues Gerät montieren, befüllen, entlüften, Gasdichtheit prüfen, Inbetriebnahme mit Abgasmessung. Vorbereiten sollten Sie nur eines: den Bereich um die Therme freiräumen und dafür sorgen, dass jemand die Wohnung aufsperrt. Zum Schluss erklären wir die Bedienung, stellen Heizkurve und Warmwassertemperatur ein und übergeben Protokoll und die Unterlagen zur Herstellergarantie. Der Rauchfangkehrer nimmt die neue Abgasanlage anschließend ab. Was danach kommt, ist die jährliche Wartung, am besten gleich im Sommer als Termin vorgemerkt. Mehr zum Ablauf finden Sie auf unserer Seite zur Thermenwartung und zum Thermentausch.

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