Das Wasser im Waschbecken steht, die Dusche läuft nicht mehr ab, aus der Küchenspüle steigt ein muffiger Geruch: Ein verstopfter Abfluss gehört zu den häufigsten Sanitärproblemen in Wiener Haushalten. Die gute Nachricht: Vieles lässt sich mit einfachen Mitteln selbst beheben, ganz ohne aggressive Chemie. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Handgriffe bei einem verstopften Abfluss gefahrlos möglich sind, welche Dinge Abflüsse in Küche und Bad am häufigsten lahmlegen und was hinter üblen Gerüchen aus dem Abfluss steckt.
Ratgeber · Rohrreinigung
Abfluss verstopft: Was tun? Der Ratgeber für Küche und Bad
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Mehr erfahren zu RohrbruchAbfluss verstopft: Diese Schritte können Sie gefahrlos selbst versuchen
Wenn der Abfluss verstopft ist und das Wasser im Waschbecken oder in der Dusche steht, sitzt die Blockade erstaunlich oft in den ersten Zentimetern, direkt am Ablauf. Genau dort lohnt der erste Handgriff: Ziehen oder drehen Sie den Stöpsel heraus, bei den verbreiteten Hebestöpseln geht das meist ohne Werkzeug. An der Unterseite hängen häufig Haare und Seifenreste, die Sie einfach abstreifen können. In der Dusche nehmen Sie zusätzlich das Ablaufsieb heraus und befreien es von Rückständen. In vielen Fällen läuft das Wasser danach schon wieder ab.
Bleibt das Becken voll, kommt der Pümpel zum Einsatz, wie die Saugglocke in Österreich heißt. Damit er greift, braucht er Wasser über der Gummiglocke und einen dichten Überlauf: Pressen Sie ein feuchtes Tuch fest auf die Überlauföffnung, setzen Sie die Glocke gerade über den Ablauf und arbeiten Sie mit kurzen, kräftigen Bewegungen. Vor allem das ruckartige Hochziehen wirkt, weil der Sog den Pfropfen zurück in Richtung Becken lockert. Dritter Schritt ist der Siphon: Stellen Sie einen Kübel unter das Becken, lösen Sie die beiden Überwurfmuttern per Hand, leeren Sie das Rohrstück aus und kontrollieren Sie beim Zusammenbau die Dichtungen. Auf drei Dinge sollten Sie dagegen verzichten:
- Kochendes Wasser: Kunststoffrohre und Dichtungen vertragen die Hitze auf Dauer nicht.
- Drahtbügel und improvisierte Haken: Sie zerkratzen die Rohrinnenwand und schieben den Pfropfen oft nur tiefer.
- Chemische Rohrreiniger: Im stehenden Wasser wirken sie kaum, und beim anschließenden Hantieren mit Pümpel oder Siphon drohen ätzende Spritzer auf Haut und Kleidung.
Eine klare Grenze hat die Eigenhilfe trotzdem: Drückt beim Spülen der Toilette Wasser in Wanne oder Duschtasse zurück oder läuft trotz gereinigtem Stöpsel, Pümpel und Siphon nichts ab, liegt die Ursache hinter dem Siphon in der Wand- oder Bodenleitung. Diese Abschnitte erreichen Sie mit Haushaltsmitteln nicht mehr. Ab hier gehört die Rohrreinigung in die Hände eines Installateurs, der mit seinem Werkzeug bis dorthin vordringt, in Wien genauso wie in Niederösterreich.
Was nicht in den Abfluss gehört: typische Verursacher in Küche und Bad
Die meisten Verstopfungen sind hausgemacht, und sie beginnen fast immer mit der Frage der Entsorgung. In der Küche sind quellende Lebensmittel ein unterschätztes Problem: Reis, Nudeln und Haferflocken saugen sich in der Leitung mit Wasser voll und wachsen auf ein Mehrfaches ihres Volumens an. Kaffeesud sinkt ab und sammelt sich als Sediment im Siphon. Auch Fett und Öl gehören in flüssiger Form nicht in die Spüle: Lassen Sie Bratenrückstände abkühlen, füllen Sie sie in ein altes Schraubglas und geben Sie dieses in den Restmüll. Teller und Pfannen wischen Sie vor dem Abwasch mit einem Stück Küchenrolle aus, ein Abtropfsieb im Spülbecken fängt den Rest auf.
Im Bad ist Zahnseide besonders tückisch: Sie verrottet nicht, wickelt sich um vorhandene Ablagerungen und hält den Pfropfen wie ein Netz zusammen. Feuchttücher bestehen aus reißfestem Vlies, das im Wasser stabil bleibt, sich an Rohrbögen und Muffen verhängt und dort mit weiteren Tüchern zu regelrechten Zöpfen verflechtet. Katzenstreu klumpt bei Wasserkontakt zu einer betonartigen Masse zusammen. Und alte Medikamente gehören grundsätzlich nicht ins WC: Sie belasten das Abwasser und werden in Apotheken oder bei der Problemstoffsammlung angenommen. Daneben gibt es Verursacher, die kaum jemand am Radar hat:
- Gips, Fliesenkleber und Farbreste härten im Rohr aus und lassen sich kaum mehr entfernen.
- Peelings und ölhaltige Cremen hinterlassen filmartige Ablagerungen an der Rohrwand.
- Aquarienkies, Blumenerde und Sand sinken ab und setzen sich im Siphon fest.
Als Faustregel gilt: In das WC gehören nur Toilettenpapier und das, was der Körper ausscheidet. Alles andere ist im Restmüll besser aufgehoben, vom Wattepad bis zum Grillfett. Praktisch bewährt hat sich ein kleiner Mistkübel im Bad: Wer Tücher, Pads und Reste direkt dort entsorgen kann, wirft sie gar nicht erst ins WC. Diese Gewohnheiten kosten nichts, schonen Ihre Leitungen und ersparen Ihnen in Wien und Niederösterreich so manchen Ärger mit einer verstopften Leitung.
Unangenehmer Geruch aus dem Abfluss: Ursachen und schnelle Abhilfe
Wenn es aus dem Abfluss riecht, ist nicht immer eine Verstopfung schuld. Häufigster Grund ist ein ausgetrockneter Siphon. Das gebogene Rohrstück unter jedem Ablauf hält ständig eine kleine Menge Wasser, und genau diese Wassersperre verhindert, dass Gerüche aus dem Kanal in die Wohnung steigen. Wird ein Abfluss länger nicht benutzt, verdunstet das Sperrwasser, und der Weg für Kanalgase ist frei. Typische Kandidaten sind das Gästebad, der Bodenablauf im Keller, der Waschmaschinenanschluss oder die Dusche in der Ferienwohnung. Auch nach einem längeren Urlaub riecht es deshalb oft in der ganzen Wohnung leicht nach Kanal.
Die Lösung ist erfreulich einfach: Lassen Sie an jedem selten genutzten Ablauf kurz Wasser laufen oder gießen Sie einen halben Liter nach, schon ist die Sperre wieder gefüllt. Bei Abflüssen, die wochenlang nicht gebraucht werden, verlangsamt ein Schuss Speiseöl auf dem Sperrwasser die Verdunstung deutlich. Riecht es trotz gefülltem Siphon, sitzt die Ursache meist im Rohr selbst: Auf der Innenwand bildet sich mit der Zeit ein Biofilm aus Seifenresten, Haaren und organischen Ablagerungen, der besonders bei warmem Wetter unangenehm riecht. Hier helfen eine Reinigung des Siphons, eine Bürste für den Ablaufbereich und regelmäßiges Nachspülen mit heißem Wasser. Vergessen Sie dabei den Überlauf des Waschbeckens nicht, in dem sich ebenfalls Ablagerungen sammeln.
Hartnäckiger Kanalgeruch kann allerdings auch ein Warnsignal sein. Wird das Sperrwasser immer wieder leergesaugt und gluckert die Leitung dabei hörbar, deutet das auf ein Problem mit der Rohrbelüftung oder auf eine beginnende Verstopfung im Fallstrang hin. Auch eine undichte Dichtung, ein gerissenes Anschlussrohr oder ein schadhafter Altbau-Anschluss lassen Gerüche dauerhaft entweichen. In solchen Fällen bringt kein Hausmittel Abhilfe, hier braucht es eine fachliche Ursachensuche. Wenn der Geruch trotz gefülltem Siphon und gereinigtem Ablauf bleibt, unterstützt Sie VL Installationen als Meisterbetrieb in Wien und Niederösterreich bei der Suche nach der Ursache und behebt sie dauerhaft.
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