Favoriten ist Wiens bevölkerungsreichster Bezirk, und seine Bäder spiegeln das: Gemeindebauten aus jeder Epoche zwischen Reumannplatz und Laaer Berg, Neubauten im Sonnwendviertel, Einfamilienhäuser in Oberlaa und Unterlaa. Dieser Beitrag beginnt bei der Bestandsaufnahme, erklärt, welche Materialien in Favoritner Bädern gegen Feuchtigkeit bestehen, und zeigt, wie ein neues Bad im 10. Bezirk Wasser und Energie spart.
Ratgeber · Badsanierung
Badsanierung in Favoriten (1100 Wien): Trocken, sparsam, gut geplant
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Mehr erfahren zu RohrbruchBestandsaufnahme in Favoriten: Gemeindebau, Neubau, Siedlungshaus
Die Bestandsaufnahme entscheidet über Umfang und Preis einer Sanierung, und in Favoriten sieht sie je nach Haus anders aus. Im Gemeindebau der Zwischenkriegszeit, etwa im George-Washington-Hof, sind die Bäder klein, die Steigstränge oft schon saniert, die Wohnungsleitungen aber nicht; wir prüfen Material und Zustand der Anschlüsse und klären mit Wiener Wohnen, was verändert werden darf. In den Wohnhausanlagen der Sechziger und Siebziger, wie der Per-Albin-Hansson-Siedlung, stehen Installationsschächte hinter den Bädern, die den Zugang zu Leitungen erleichtern, dafür sind Fertigteilwände zu beachten, in die nicht beliebig geschnitten werden kann. Im Neubau am Sonnwendviertel sind Leitungen und Abdichtung jung; hier geht es meist um Ausstattungswünsche und darum, die Gewährleistung nicht durch Eingriffe zu verlieren.
Im Siedlungshaus in Oberlaa oder Rothneusiedl mit eigenem Keller und eigener Heizung ist der Spielraum am größten, dafür sind Wasserdruck, Warmwasserbereitung und oft ein härteres Wasser als in der Innenstadt zu prüfen, weil Teile des Bezirks nicht nur Hochquellwasser bekommen. Unabhängig vom Haustyp dokumentieren wir bei der Besichtigung Leitungsführung, Abdichtung, Aufbauhöhe, Lüftung, Elektrik und Warmwasser mit Fotos und Maßen. Daraus entsteht ein Angebot, das keine Position auf Verdacht enthält. Für Mieter im Gemeindebau bereiten wir zusätzlich die Unterlagen für die Anfrage bei Wiener Wohnen vor. Was wir im Bezirk umsetzen, zeigt die Seite zur Badsanierung in Favoriten.
Feuchtigkeit, Schimmel, Lüftung: Materialien, die in Favoriten bestehen
Schimmel im Bad ist in Favoriten ein häufiges Thema, und die Ursache ist meist nicht mangelnde Reinigung, sondern Bauphysik. In den Wohnhausanlagen der Sechziger und Siebziger liegen die Bäder innen, lüften über einen gemeinsamen Schacht, und die Betonwände sind kalt; Kondenswasser setzt sich in den Ecken ab. In Gemeindebauten der Zwischenkriegszeit sind Außenwände an Bädern oft ungedämmt. Im Neubau mit kontrollierter Lüftung ist Schimmel selten, es sei denn, jemand hat die Abluftöffnung im Bad zugeklebt. Bei der Sanierung setzen wir deshalb an drei Stellen an. Erstens die Lüftung: Ein Ventilator mit Feuchtesensor und Nachlauf, im Schachtsystem mit Rückstauklappe, damit keine Gerüche aus Nachbarbädern kommen.
Zweitens die Oberflächen: Fliesen bis zur Decke im Duschbereich, Epoxidfugen, die kein Wasser aufnehmen, eine Abdichtung unter allen Nassflächen und eine Decke mit feuchteresistenter Farbe statt Tapete. Drittens die Wärme: Ein Handtuchheizkörper oder eine elektrische Fußbodenheizung hält Wände und Boden über dem Taupunkt. Für Familienhaushalte, von denen es im 10. Bezirk viele gibt, zählen zusätzlich Robustheit und Pflege: großformatige Fliesen mit wenigen Fugen, eine Duschwand aus Glas mit Beschichtung gegen Kalkflecken, ein WC mit spülrandloser Keramik, ein Waschtisch mit Unterschrank, der Putzmittel aufnimmt. Wer ein bereits verschimmeltes Bad saniert, muss den Untergrund vor dem Fliesen trocknen und desinfizieren lassen; sonst kommt der Schimmel hinter der neuen Fliese zurück.
Wasser und Energie sparen im Familienbad
In einem Haushalt mit Kindern läuft das Bad den ganzen Tag, und jeder Liter zählt doppelt: einmal als Wasser, einmal als Energie zum Erwärmen. Die Sanierung ist der Moment, den Verbrauch zu senken, ohne dass jemand kürzer duscht. Erstens die Dusche: Ein Brausekopf mit Luftbeimischung reduziert die Wassermenge deutlich und fühlt sich trotzdem voll an; für Familien lohnt eine Thermostatarmatur, die die Temperatur hält, wenn nebenan die Spülmaschine anspringt. Zweitens die Wanne: Sie bleibt für kleine Kinder praktisch, aber eine kleinere Wanne fasst weniger Liter, und eine Wanne mit Duschbereich deckt beides ab. Drittens der Waschtisch: Armaturen mit Kaltstart in Mittelstellung verhindern, dass für jedes Händewaschen die Therme anspringt. Viertens das WC: Zwei-Mengen-Spülung ist Standard, spülrandlose Keramik spart Reinigungsmittel.
Fünftens das Warmwasser: In den Gemeindebauten mit Fernwärme ist die zentrale Bereitung effizient, in Wohnungen mit Elektroboiler hilft eine Zeitschaltung, die nachts aufheizt, und eine Dämmung der Leitungen, damit die Wärme im Rohr bleibt. Sechstens die Waschmaschine, die im 10. Bezirk oft im Bad steht: Ein Anschluss an das Warmwasser statt ans Kaltwasser spart Strom, wenn das Warmwasser günstig erzeugt wird, etwa über Fernwärme oder Solarthermie am Siedlungshaus in Oberlaa. Diese Maßnahmen kosten wenig und machen sich bei den Betriebskosten über Jahre bemerkbar. Wir zeigen Ihnen bei der Planung, welche davon in Ihrem Bad sinnvoll sind.
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